Matthäus 6 — Eine neue Sicht auf Gebet und eigenständiges Denken

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Book 198Gliederung & Inhalt des BuchesTeil ZweiBibel-AuslegungMatthäus 6 — Eine neue Sicht auf Gebet und eigenständiges Denken

Matthäus 6 wird hier als eine Lehre über aufrichtiges Gebet, gute Taten, Fasten und persönliche Verantwortung verstanden.
Diese Auslegung hinterfragt mechanisches Beten, religiöse Selbstdarstellung und das bloße Wiederholen von Formeln, die ein lebendiges Gespräch mit Gott ersetzen.
Wahres Gebet entsteht aus dem Herzen. Es wird mit eigenen Worten gesprochen und gründet auf Gewissen, Dankbarkeit, Aufrichtigkeit und selbstständigem Denken.

Diese Auslegung stellt eine deutlichere Frage: Welche Worte stammen vom rechtschaffenen Jesus, welche Gebete und Deutungen wurden später verzerrt, und warum wahres Gebet nicht durch auswendig gelernte Formeln ersetzt werden kann.

Matthäus 6,1–4 — Im Verborgenen geben und Gutes tun ohne Lob zu suchen

1 Hütet euch, eure Gerechtigkeit vor den Menschen zu tun, um von ihnen gesehen zu werden; sonst habt ihr keinen Lohn von eurem Vater im Himmel zu erwarten.

2 Wenn du Almosen gibst, posaune es nicht vor dir her, wie es die Heuchler in den Synagogen und auf den Gassen tun, um von den Leuten gelobt zu werden! Amen, ich sage euch: Sie haben ihren Lohn bereits erhalten.

3 Wenn du Almosen gibst, soll deine linke Hand nicht wissen, was deine rechte tut, 
4 damit dein Almosen im Verborgenen bleibt; und dein Vater, der auch das Verborgene sieht, wird es dir vergelten. *

Wahrlich, diese Worte stammen vom rechtschaffenen Jesus.

Tue nichts Gutes um des Lobes willen, denn in diesem Fall ist es bereits Eigennutz, und der Allmächtige sieht das.

Tue Gutes aus deiner Seele heraus, mit Freude darüber, dass das Leben für Bedürftige leichter wird.

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Matthäus 6,5–13 — Das „Vaterunser“-Gebet, wahres Gebet und das Sprechen mit Gott in eigenen Worten

5 Wenn ihr betet, macht es nicht wie die Heuchler! Sie stellen sich beim Gebet gern in die Synagogen und an die Straßenecken, damit sie von den Leuten gesehen werden. Amen, ich sage euch: Sie haben ihren Lohn bereits erhalten.
6 Du aber, wenn du betest, geh in deine Kammer, schließ die Tür zu; dann bete zu deinem Vater, der im Verborgenen ist! Dein Vater, der auch das Verborgene sieht, wird es dir vergelten.
7 Wenn ihr betet, sollt ihr nicht plappern wie die Heiden, die meinen, sie werden nur erhört, wenn sie viele Worte machen.
8 Macht es nicht wie sie; denn euer Vater weiß, was ihr braucht, noch ehe ihr ihn bittet.
9–13 So sollt ihr beten:
Unser Vater im Himmel, geheiligt werde dein Name, dein Reich komme, dein Wille geschehe wie im Himmel, so auf der Erde. Gib uns heute das Brot, das wir brauchen! Und erlass uns unsere Schulden, wie auch wir sie unseren Schuldnern erlassen haben! Und führe uns nicht in Versuchung, sondern rette uns vor dem Bösen!

Alte Lehren, Götzen und der Verlust sakralen Wissens

Religiöse Autoritäten nennen die Gebete alter Völker falsch. Aber sie wissen nicht, worüber die Alten beteten, wie sie beteten oder welches Wissen ihre Priester besaßen.

Vor dem Aufkommen moderner Religionen hatten viele Völker Lehren, die geistig mindestens nicht niedriger standen als die heutigen Religionen. Ihre Lehren wurden von Verkündern Gottes und von Menschen geprägt, die sakrales Wissen kannten.

Religiöse Autoritäten nennen die Alten Götzenanbeter. Doch sie selbst verehren Götzen, wenn sie vor gemalten Bildern und hölzernen Figuren beten.

Jesus trieb Verkäufer von Tieren und Haushaltswaren aus dem Tempelvorhof. Doch heute verkaufen Religionsdiener Bilder, Schmuck und Kerzen nicht nur in den Kirchhöfen, sondern sogar innerhalb der Kirchen.

Das „Vaterunser“-Gebet

Das als „Vaterunser“ bekannte Gebet wird hier nicht als das wörtliche Gebet Jesu verstanden, sondern als eine überlieferte und im Laufe der Zeit veränderte Form eines älteren Gebets.

Selbst dieses Gebet war nicht als starre Formel gedacht. Es diente vielmehr als Beispiel dafür, wie ein Mensch mit eigenen Worten und aufrichtigem Herzen zu Gott sprechen kann.

Besonders nachdenklich stimmt die Formulierung: „Führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.“

Aus dieser Sicht erscheint die Frage berechtigt, ob das Böse allein durch eine Bitte überwunden werden kann. Das Böse verschwindet nicht automatisch durch Worte. Es wird durch die Entscheidungen des Menschen überwunden – durch Gewissen, Verantwortung, aufrichtiges Handeln und die innere Entwicklung der Seele.

Die Versuchungen von Eigennutz, Gleichgültigkeit, Eitelkeit, Angst und Unwissenheit begleiten jeden Menschen. Der Allmächtige zwingt niemanden in die Dunkelheit und niemanden ins Licht. Er schenkt dem Menschen Freiheit und die Möglichkeit zu lernen, zu wachsen und eigene Entscheidungen zu treffen. Jeder Mensch steht vor der Wahl zwischen Licht und Dunkelheit. Diese Entscheidung kann ihm niemand abnehmen. Der Weg zum Guten entsteht nicht allein durch Bitten, sondern durch das bewusste Bemühen, das Gute im eigenen Leben zu verwirklichen.

Wahres Gebet in eigenen Worten

Das Gebet ist eine sakrale Handlung.

Im Laufe der Jahrhunderte entstanden unzählige Gebetsformeln um euch vom einzig wahren Gebet abzulenken. Doch das wahre Gebet besteht nicht im bloßen Wiederholen fremder Worte. Es ist das ehrliche Gespräch des Menschen mit dem Allmächtigen – gesprochen mit eigenen Worten, aus Gewissen, Dankbarkeit und innerer Aufrichtigkeit.

Plappert nicht fremde Texte nach. Ihr seid keine Kinder im Kindergarten oder in der Schule, und ihr seid fähig, aus euch selbst zu Gott zu sprechen.

Versucht, aufrichtig aus euch selbst heraus zu beten. Wenn ihr auf diese Weise zum ersten Mal betet, könnt ihr von einem angenehmen Zittern im Körper überrascht werden, und einige von euch werden vielleicht weinen. Dieses Gefühl wird aus Freude kommen — als wärt ihr nach einem langen, gewundenen Weg in euer eigenes Zuhause eingetreten.

Es wird auch aus der Freude des Allmächtigen über eure persönliche Hinwendung zu Ihm kommen, über euer Erwachen und über das Wachstum eurer Seele zu einer eigenen Meinung, einer eigenen Schlussfolgerung und einer eigenen Entscheidung darüber, wie ihr handeln sollt. Der Allmächtige hat euch seit Jahrhunderten zu einem solchen Augenblick geführt und der Seele geholfen zu wachsen.

Beim ersten aufrichtigen Gebet in eigenen Worten wird ein dauerhafter Kontakt mit hohen göttlichen Frequenzen hergestellt. Bereitet euch deshalb auf dieses erste Gebet vor. Dankt Gott für den Weg zum Licht, der euch gegeben wurde.

Wenn die Mehrheit zu ihrem eigenen „Ich“ und zu ihrer eigenen Meinung herangewachsen wäre, würden Kriege aufhören, denn erwachte Menschen können nicht gegeneinander aufgehetzt und beraubt werden. Andernfalls wird sich die Welt weiter auf den Abgrund zubewegen, während sie den Anweisungen aufgezwungener „Götzen“ glaubt.

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Matthäus 6,16–18 — Fasten als Reinigung, nicht als religiöse Selbstdarstellung

16 Wenn ihr fastet, sollt ihr nicht sauer dreinsehen wie die Heuchler; denn sie verstellen ihr Gesicht, um sich vor den Leuten zu zeigen mit ihrem Fasten. Wahrlich, ich sage euch: Sie haben ihren Lohn schon gehabt.
17 Wenn du aber fastest, so salbe dein Haupt und wasche dein Gesicht,
18 damit du dich nicht vor den Leuten zeigst mit deinem Fasten, sondern vor deinem Vater, der im Verborgenen ist; und dein Vater, der in das Verborgene sieht, wird dir’s vergelten.

Fasten bedeutet nicht, Gott durch äußeres Leiden Ehrerbietung zu zeigen. Es bedeutet Nutzen für den Körper, damit er sich von Zeit zu Zeit reinigen kann.

Das meinte Jesus, und das meinten auch die wahren Priester der Antike.

Matthäus 6,19–21 — Schätze im Himmel und der Reichtum der Seele

19 Ihr sollt euch nicht Schätze sammeln auf Erden, wo Motten und Rost sie fressen und wo Diebe einbrechen und stehlen.
20 Sammelt euch aber Schätze im Himmel, wo weder Motten noch Rost sie fressen und wo Diebe nicht einbrechen und stehlen.
21 Denn wo dein Schatz ist, da ist auch dein Herz.

Diese Worte wurden von Jesus ausgezeichnet gesagt.

Wir haben nur einen wahren Reichtum — unsere Seele.

Seid mir nicht böse, dass ich die Worte Jesu bewerte. Wie in Zwei Symbole, ein Weg: das geschlachtete Lamm und der Mann mit dem Wasserkrug erwähnt wurde, predigten er und ich in jener Zeit eine Lehre, bevor ich auf Befehl von Herodes Antipas hingerichtet wurde.

Ich weiß, was Jesus hätte sagen können und was seinen Worten später zugeschrieben wurde.

Wenn ihr an mir zweifelt, dann beantwortet dies: Wie hätte ich ohne den Willen und die Hilfe des Allmächtigen das prophezeite Buch öffnen und Seine sieben Leuchter herausnehmen können?

Denkt darüber nach: Wenn ich gelogen hätte, warum hätte ich mich dann nicht den größten aller Genies genannt und behauptet, ich selbst hätte die sieben Leuchter erschaffen — die heiligen Tabellen, in denen der achtzackige Stern in jeder Tabelle auf zwei Arten erscheint, zusammen mit den anderen Wundern, die im Buch offenbart wurden?

Hätte ich das nicht sagen können, wenn ich von der Unreinheit der Eitelkeit versucht worden wäre? Doch ich sprach die Wahrheit, als ich sagte, dass ich das prophezeite versiegelte Buch nicht ohne den Willen des Schöpfers hätte öffnen können.

In der früheren Zeit kamen weder ich noch Jesus noch Muhammad mit einem solchen Maß an Beweis von unserem Vater. Und ihr habt unsere Vermächtnisse nicht erfüllt. Nun sind euch die sieben Leuchter des Allmächtigen offenbart worden.

Welchen weiteren Beweis vom Allmächtigen braucht ihr noch, um Seinen Willen zu eurer Rettung zu erfüllen?

Die sieben Leuchter, die Gabe des Schöpfers und die Zeit der Prüfung

Vor dem Tag des Jüngsten Gerichts wird es für euch keine weiteren Wunder geben. Denn dies ist die Zeit der Prüfung, nicht die Zeit, in der jeder von euch, wie zu den Lehrzeiten, an der Hand geführt wurde.

Vereint euch um die Gabe des Schöpfers, damit ihr euch von satanischen Kräften befreien und die Prüfung gemeinsam mit der ganzen Welt bestehen könnt. Hört nicht auf Menschen, die gegen die Obrigkeit aufhetzen. Ihr Ziel ist es, euch in Chaos und gewaltsame Zusammenstöße zu führen.

Nur durch das Erwachen der Mehrheit, nur durch Vereinigung werdet ihr die Ebene der Obrigkeit verändern — ohne Zusammenstöße und Spaltung.

Die Ebene der Amtsträger entspricht der Ebene der Gesellschaft, nach dem Gesetz des Programms der Göttlichen Matrix.

Eure Zweifel an mir kümmern mich nicht. Doch ich trauere über eure Blindheit gegenüber der Gabe des Allmächtigen.

Ich habe den Willen des Schöpfers übermittelt. Wie ihr handelt, ist eure Wahl.

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Matthäus 6,22–24 — Gott und Geld, Überfluss und Maß in allen Dingen

22 Das Auge ist das Licht des Leibes. Wenn dein Auge lauter ist, so wird dein ganzer Leib licht sein.
23 Wenn aber dein Auge böse ist, so wird dein ganzer Leib finster sein. Wenn nun das Licht, das in dir ist, Finsternis ist, wie groß wird dann die Finsternis sein!
24 Niemand kann zwei Herren dienen: Entweder er wird den einen hassen und den andern lieben, oder er wird an dem einen hängen und den andern verachten. Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon.

Diese Worte wurden von Jesus ausgezeichnet gesagt.

Er meinte nicht, dass ein Mensch danach streben sollte, arm zu sein.

Er meinte, dass ein Mensch nicht zum Sklaven des Überflusses werden und in allem Maß halten sollte.

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Matthäus 6,25–34 — Verantwortung, Gebet und selbstständiges Denken

25 Darum sage ich euch: Sorgt euch nicht um euer Leben, was ihr essen und trinken werdet; auch nicht um euren Leib, was ihr anziehen werdet. Ist nicht das Leben mehr als die Nahrung und der Leib mehr als die Kleidung?
26 Seht die Vögel unter dem Himmel an: Sie säen nicht, sie ernten nicht, sie sammeln nicht in die Scheunen; und euer himmlischer Vater ernährt sie doch. Seid ihr denn nicht viel kostbarer als sie?
27 Wer ist aber unter euch, der seiner Länge eine Elle zusetzen könnte, wie sehr er sich auch darum sorgt?
28 Und warum sorgt ihr euch um die Kleidung? Schaut die Lilien auf dem Feld an, wie sie wachsen: Sie arbeiten nicht, auch spinnen sie nicht.
29 Ich sage euch, dass auch Salomo in aller seiner Herrlichkeit nicht gekleidet gewesen ist wie eine von ihnen.
30 Wenn nun Gott das Gras auf dem Feld so kleidet, das doch heute steht und morgen in den Ofen geworfen wird: Sollte er das nicht viel mehr für euch tun, ihr Kleingläubigen?
31 Darum sollt ihr nicht sorgen und sagen: Was werden wir essen? Was werden wir trinken? Womit werden wir uns kleiden?
32 Nach dem allen trachten die Heiden. Denn euer himmlischer Vater weiß, dass ihr all dessen bedürft.
33 Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch das alles zufallen.
34 Darum sorgt nicht für morgen, denn der morgige Tag wird für das Seine sorgen. Es ist genug, dass jeder Tag seine eigene Plage hat.

Diese Sätze stammen nicht von Jesus. Es sind Sätze von Menschen, die über Religion nachdenken und solche Verzerrungen in heilige Schriften einfügen.

Lest den obenstehenden Text mit eurer eigenen Vernunft und hört zugleich auf die Stimme Gottes — das Gewissen.

Wenn ihr euch nicht um Nahrung für euch selbst und eure Familie kümmert, soll Gott dann eine Familie untätiger Menschen ernähren?

Vögel brüten ihre Jungen im Frühling aus, damit ihre Jungen vor dem Einbruch der Kälte wachsen und ein Kleid aus Daunen und Federn erhalten. Eure Kinder aber werden im Winter ohne Kleidung erfrieren.

Darum ist es nicht richtig zu sagen, Salomo sei schlechter gekleidet gewesen als die Vögel, genauso wie es eine Erfindung ist, dass Salomo einen Tempel für den kommenden Messias gebaut habe.

Der wahre Tempel kann nicht zerstört werden. Er ist nicht aus Steinen und Gold gemacht, sondern aus den sieben Leuchtern Gottes. Und er ist bereits gebaut.

Viele falsche Gebete aus erfundenen Texten wurden euch gegeben, damit ihr den größten Teil eurer freien Zeit nicht mit Denken verbringt, sondern fremde Worte nachplappert. Stattdessen solltet ihr nicht nach ihren Regeln beten, nicht nach einer vorgeschriebenen Anzahl von Wiederholungen, sondern aus dem Bedürfnis heraus, Gott zu danken und persönliche Fragen zu stellen. Dann können Antworten durch Seine Stimme — das Gewissen — oder durch Seine Hinweise in späteren Ereignissen gehört werden.

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Schlussfolgerung — Matthäus 6, wahres Gebet, Gewissen und persönliche Verantwortung

Matthäus 6 wird hier als Kapitel über aufrichtiges Handeln, wahres Gebet und Verantwortung vor dem Allmächtigen gelesen.

Gute Taten sollten nicht um des Lobes willen getan werden. Gebet sollte nicht zur mechanischen Wiederholung fremder Texte werden. Fasten sollte keine religiöse Selbstdarstellung sein, sondern Reinigung für den Körper.

Die zentrale Botschaft ist klar: Ein Mensch muss mit eigenen Worten zu Gott sprechen, auf das Gewissen hören, selbstständig denken und Verantwortung nicht durch religiöse Formeln ersetzen.

Der Weg zu Gott ist kein passives Warten. Er zeigt sich in Dankbarkeit, im persönlichen Gebet, im inneren Erwachen, in der Fürsorge für die eigene Familie und in der Fähigkeit, auf die Stimme des Gewissens zu hören und die Zeichen in den Ereignissen des Lebens zu erkennen.

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* Der Bibeltext wird nach der Lutherbibel, revidiert 2017, zitiert. ↑ zurück

Häufig gestellte Fragen: Auslegung zu Matthäus 6
Warum warnt Matthäus 6 davor, gute Taten öffentlich zu zeigen?

Gute Taten sollten nicht um des Lobes willen getan werden. Wenn ein Mensch Gutes tut, um bewundert oder bemerkt zu werden, wird die Tat zu Eigennutz. Der Allmächtige sieht das wahre Motiv, deshalb sollte Güte aus der Seele kommen, mit Freude darüber, dass das Leben für Bedürftige leichter wird.

Stammt das „Vaterunser“-Gebet von Jesus?

Das als „Vaterunser“ bekannte Gebet stammt in seiner heutigen Form nicht von Jesus. Es ist eine stark verzerrte Form eines viel älteren Gebets, das selbst nur ein Beispiel dafür war, wie ein Mensch in eigenen Worten beten sollte.

Was ist wahres Gebet in Matthäus 6?

Wahres Gebet ist eine persönliche Hinwendung zum Allmächtigen in eigenen Worten. Es ist keine mechanische Wiederholung auswendig gelernter Texte. Ein Mensch sollte aus Dankbarkeit beten, aus dem Bedürfnis, persönliche Fragen zu stellen, und aus der lebendigen Bewegung von Gewissen und Seele.

Was bedeutet „Führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen“?

Ein Mensch sollte dem Allmächtigen nicht raten, ihn allein durch eine Bitte vom Bösen zu erlösen. Das Böse lebt in jeder Seele durch Eigennutz, Gleichgültigkeit, Eitelkeit, Angst und Unwissenheit. Ein Mensch muss die Versuchung selbst überwinden — durch Gewissen, Wahl, Handeln und das Wachstum der Seele.

Was ist der Sinn des Fastens in Matthäus 6?

Fasten soll Gott nicht durch äußeres Leiden oder religiöse Selbstdarstellung Ehrerbietung zeigen. Sein Sinn ist Nutzen für den Körper, damit der Körper sich von Zeit zu Zeit reinigen kann. Das meinten Jesus und die wahren Priester der Antike.

Was sind „Schätze im Himmel“ in Matthäus 6?

Der wahre Schatz ist nicht irdischer Reichtum, Besitz oder Status. Diese Auslegung erklärt, dass der Mensch nur einen wahren Reichtum hat — die Seele. Irdischer Reichtum kann verloren gehen, gestohlen oder zerstört werden, doch das Wachstum der Seele hat ewige Bedeutung.

Bedeutet „Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon“, dass ein Mensch arm sein sollte?

Nein. Jesus meinte nicht, dass ein Mensch danach streben sollte, arm zu sein. Er meinte, dass ein Mensch nicht zum Sklaven von Überfluss, Geld, Besitz oder Begierden werden sollte. Die Lehre handelt vom Maß in allen Dingen und von Freiheit gegenüber Bindungen.

Lehrt Matthäus 6, dass Menschen sich nicht um Nahrung, Kleidung oder die Zukunft kümmern sollen?

Nein. Ein Mensch muss für sich selbst und seine Familie sorgen. Vögel bereiten ihre Jungen vor dem Winter vor, und auch Menschenkinder brauchen Nahrung, Kleidung und Fürsorge. Gebet kann Verantwortung, Denken und Handeln nicht ersetzen.

Wie antwortet Gott auf persönliches Gebet?

Ein Mensch kann Antworten durch die Stimme Gottes — das Gewissen — oder durch Hinweise in späteren Ereignissen hören. Wahres Gebet öffnet den persönlichen Kontakt zum Allmächtigen, doch der Mensch muss weiterhin selbstständig denken, seine eigene Wahl treffen, aus eigener Verantwortung handeln und in der Seele wachsen.

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