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Eine Auslegung zu Bereschit (Genesis) 6,5–7 in der Tora, die die Stelle untersucht, in der der HERR die Erschaffung der Menschheit bereut und die Welt vor der Flut als moralisch verdorben beschrieben wird.
Diese Auslegung untersucht Bereschit (Genesis) 6,5–7, eine Stelle aus der Tora, die die Verderbnis der Welt vor der Flut beschreibt.
Statt die Fluterzählung nur als eine alte Geschichte zu lesen, fragt diese Auslegung, was die Stelle über die dem HERRN in der Erzählung zugeschriebene Autorität, den Zusammenbruch der moralischen Ordnung vor der Flut und die gegenwärtige Endphase eines zivilisatorischen Zyklus erkennen lässt.
Inhalt — Bereschit (Genesis) 6: Die Reue des HERRN und die Welt vor der Flut
Leitfragen
- Warum heißt es in Bereschit 6, dass der HERR die Erschaffung der Menschheit bereute?
- Was lässt diese Reue über die Gestalt erkennen, die in der Erzählung HERR genannt wird?
- Welcher moralische Zustand der Welt wird vor der Flut beschrieben?
- Warum werden die Menora, der Schild Davids und andere offenbarte Symbole mit dem Ende eines zivilisatorischen Zyklus verbunden?
Bereschit (Genesis) 6,5–7
5 Da sah Gott, der Ewige dass die Bosheit des Menschen auf der Erde groß war, und dass alles Gebilde der Gedanken seines Herzens nur böse den ganzen Tag:
6 Und es bereute Gott, der Ewige, dass er den Menschen auf Erden gemacht hatte, und er betrübte sich in seinem Herzen.
7 Und Gott, der Ewige sprach: Ich will den Menschen auflösen, den ich geschaffen, hinweg von der Fläche des Erdbodens; von Menschen bis Vieh, bis Gewürm und bis Federvieh des Himmels, denn mich gereut es, dass ich sie gemacht. *
Die Reue des HERRN und die Frage der Autorität
In Bereschit (Genesis) 6 der Tora heißt es, dass der HERR es bereute, die Menschen erschaffen zu haben.
Das wirft eine grundlegende Frage auf: Was bedeutet es, wenn eine göttliche Gestalt ihre eigene Schöpfung bereut?
Wenn der Allmächtige als Schöpfer des Universums verstanden wird, ist der Begriff „Reue“ schwer zu erklären. Denn Reue bedeutet, dass man erkennt, dass etwas falsch gelaufen ist oder dass man eine Entscheidung später anders bewertet.
Aus diesem Grund lädt die Stelle dazu ein, darüber nachzudenken, welche Rolle die Figur spielt, die in der Geschichte „HERR“ genannt wird. Der Text zeigt eine Gestalt, die auf Ereignisse in der Welt reagiert — und nicht ein Wesen, das alles von Anfang an vollkommen überblickt und versteht.
Der moralische Zustand der Welt vor der Flut
Die Verse in Bereschit 6 beschreiben eine Welt, in der das menschliche Verhalten tief verdorben ist. Gewalt und Unordnung beherrschen die Gesellschaft, und die Gedanken des menschlichen Herzens werden als ständig zum Bösen geneigt beschrieben — ein moralischer Niedergang, der bereits in früheren Stellen von Bereschit sichtbar wird, etwa in der Geschichte von Kain und Abel.
Innerhalb der Erzählung führt dieser Zustand zu der Entscheidung des HERRN, die in der später im Kapitel beschriebenen Fluterzählung gipfelt — der Zerstörung eines großen Teils der Welt.
In dieser Deutung stellt die Flut einen Wendepunkt dar zwischen einer früheren Ordnung der Welt und einem späteren Zustand, in dem die Menschheit später lebte. Was heute geschieht, ist die Endphase des vollständigen Zyklus: Die alte Ordnung wird schwächer, verborgene Einflüsse verlieren ihre frühere Macht, und jede Seele offenbart sich immer deutlicher durch ihre eigenen Entscheidungen.
Zivilisationszyklen und die Offenbarung von Symbolen
Die Offenbarung der sieben Leuchter (Menora) — der sieben heiligen Tabellen, des sechszackigen Sterns, der oft Schild Davids genannt wird, und weiterer Formen, die die Ordnung der Schöpfung widerspiegeln, zeigt, dass die Menschheit sich dem Ende eines langen Zivilisationszyklus genähert hat.
Deshalb ist die in Bereschit 6 beschriebene Verderbnis nicht nur eine Geschichte über die Vergangenheit. Sie ist auch eine Warnung vor dem Zustand der Welt am Ende des Zyklus.
Die hier aufgeworfenen Fragen setzen sich in späteren Stellen von Bereschit fort, darunter in der Geschichte von Abrahams Prüfung in Bereschit 22.
* Der Text wird nach dem Tanach: The Holy Scriptures, herausgegeben von JPS (1985), zitiert. ↑ zurück
Verwandte Themen
Weiterführende Kapitel und Artikel behandeln zivilisatorische Zyklen, alte Codes, offenbarte Symbole, das Lesen heiliger Schriften durch das Gewissen und die moralischen Fragen, die Bereschit aufwirft.
Schriftauslegungen
Zivilisationszyklen und Prophezeiungen
- Endzeitprophezeiungen im Judentum, Islam und Christentum
- Der planetare 12.000-Jahres-Zyklus: Wissenschaft, antike Codes und die Zukunft der Menschheit
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